Heilpädagogischer Fachdienst  

Heilpädagogischer Fachdienst

In der freien Natur

Unsere heilpädagogische Arbeit umfasst unterschiedliche Angebote, die sich nach den speziellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen richten. Wir begleiten, unterstützen und fördern mithilfe heilpädagogischer Konzepte und Methoden. Dabei ist ein Einbeziehen des Umfeldes unumgänglich, um ein Verständnis für die Lebenswelt des Kindes zu entwickeln.



Neben einer ständigen interdisziplinären Zusammenarbeit im Rahmen von Fallbesprechungen und Beratungsgesprächen bieten wir folgende Methoden an:

Heilpädagogische Entwicklungsförderung im Einzelkontakt

In der Heilpädagogischen Entwicklungsförderung geht es vorrangig um den Aufbau einer wertschätzenden und anerkennenden Beziehung zum Kind / Jugendlichen. Dieses Fundament bildet den Rahmen jeglicher Förderung, z.B. der Wahrnehmung, Kognition, emotionalen und sozialen Entwicklung, Motorik und Kommunikation. Die heilpädagogische Arbeit wird prozessorientiert gestaltet, so dass aufgestellte Ziele einer ständigen Reflexion unterliegen.


Psychomotorik

Als Psychomotorik wird die Verknüpfung von Gefühls- und Bewegungsebene bezeichnet. Psychomotorische Angebote richten sich an Kinder und Jugendliche, die z.B. ängstlich, unruhig, unsicher oder unkonzentriert sind. In erlebnisreichen Bewegungssituationen sollen die Kinder Körper-, Material- und Sozialerfahrungen sammeln. Die Psychomotorik kann in diesem Zusammenhang einen bedeutenden Beitrag sowohl für den Bereich Bewegung als auch zur Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit leisten.


Kleingruppe „Entwicklungsförderung durch Musik und Tanz“


Kinder und Betreuer sitzen und liegen auf dem Boden.
In der Gruppe

Ein ganzheitliches Bildungsangebot für die frühkindliche Entwicklungsförderung besteht u. a. aus Musik, Spiel, Tanz und Rhythmik. Dabei geht es vor allem um rhythmische und räumliche Spiele, Tanzübungen, leichte Choreographien und auch freie improvisierte, tänzerische Bewegungen. Dies führt dazu, Gestaltungsmöglichkeiten zu entdecken und hierüber das eigene Körperbild zu verbessern. Gefördert werden die räumliche und zeitliche Orientierung, sowie die auditive Wahrnehmung. Bewegungsförderung mit Musik bietet die Chance, Gruppendynamik entstehen zu lassen, in welcher eine positive Interaktion und Kommunikation entstehen kann. Soziale Kompetenzen werden gefördert und die Grenzen der Mitmenschen auf spielerische Weise erfahren. Die Kinder sollen Freude und Spaß an Tanz und Musik entwickeln.

 

Kleingruppenangebot „Aktives Lernen“


Dieses Angebot richtet sich an unsere Schülerinnen und Schüler mit einer sogenannten. „schweren mehrfachen Behinderung“. In Kleingruppen von maximal fünf Kindern oder Jugendlichen können wir anhand eines speziell ausgerichteten Förderplanes individuelle Lernangebote gestalten. Ausgegangen wird vom jeweiligen Entwicklungsstand der Schüler.
Eine wesentliche Leitidee des Angebotes besteht darin, dass ein Mensch im frühen Entwicklungsstadium am ehesten über das eigene Tun seine Umwelt begreifen und verinnerlichen kann. Wichtige Lernerfahrungen werden vorwiegend durch Eigenaktivität und Bewegung gemacht. Mithilfe von geeignetem Material, räumlichen Kapazitäten und einen guten Personalschlüssel sind wir in der Lage, ideale Ausgangsbedingungen zur Aktivierung des Körpers und der unterschiedlichen Wahrnehmungsbereiche herzustellen. Die Förderung findet mit verschiedenen Schwerpunkten statt, welche inhaltlich jedoch eng verknüpft sind.

 

Eine Kinderhand malt mit den ganzen Hand und viel Farbe.
Matschen und Malen
 
Naturmaterial hautnah erleben



Hierzu zählt z.B.
- ein Gefühl für den eigenen Körper (Körperschema) entwickeln, seine Grenzen erfahren, taktile Reize unterschiedlicher Qualitäten kennen lernen
- Förderung der Grob, - und Feinmotorik (Arme, Hände, Beine, Füße einsetzen und Bewegungsmuster ausdifferenzieren)
- Gleichgewicht aufbauen, Raum-Lage-Veränderungen
- visuelle Stimulation und Förderung der auditiven Wahrnehmung
- Riechen und Schmecken

Der Spaß unserer Schüler an den Angeboten steht immer im Vordergrund. Wir wollen ihr Interesse an sich und der Umwelt wecken, denn nur hierdurch kann eine nachhaltige Lernerfahrung stattfinden.

 

Ein Kind erkundet eine Holzwand mit verschiedenen Artikeln dran, zum Beispiel eine Plastiktasse.
Umwelt (be)greifen 
 
Ein Kind liegt auf einer Unterlage und erkundet seine Umgebung.
Entwicklungsförderung im "Kleinen Raum"



Soziale Kompetenzgruppen für Schüler mit Autismus

 

Lydia Stark-Pavlenko und Maria Weber halten ihre Zeugnisse in den Händen
Erfolgreicher Abschluss 

Im Juni 2013 beendeten Frau Lydia Stark-Pavlenko und Frau Maria Weber ihre zweijährige, berufsbegleitende und zertifizierte Weiterbildung „Früherkennung und Frühtherapie von Kindern mit Autismus“.
Während der von der Frühförderung Bayern und dem Institut für
Autismusforschung Bremen organisierten Weiterbildung, erwarben unsere beiden Mitarbeiterinnen umfangreiche Kenntnisse in den Bereichen Diagnostik, Beratung, Therapie und Förderung von Kindern mit Autismus. Sie erlernten wissenschaftlich evaluierte Therapieverfahren und Fördermöglichkeiten, unter anderem die „Autismusspezifische Verhaltenstherapie“ (AVT). Angewendet werden die erworbenen Kenntnisse sowohl im Gruppenalltag, als auch in der Therapie mit Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen in unserer Einrichtung. 


 

Tiergestützte Pädagogik mit Besuchshunden


Ein Mädchen liegt auf einem Tuch und ein Hund sitzt davor und schaut ihr ins Gesicht
Hund Filou mit einer Schülerin beim entspannen 

Einmal pro Woche kommen unsere vierbeinigen Freunde zusammen mit ihren zweibeinigen Besitzern ehrenamtlich zu uns ins Caritas-Zentrum. Sie heißen Filou, Emma und Anton. Sie sind Besuchshunde und arbeiten mit den Kindern und Jugendlichen an Förderzielen wiez.B. Aufmerksamkeit, Interaktion und Kommunikation, Körperwahrnehmung, Koordination oder Entspannung.


Sie finden hier einen Bericht aus der iz-Regional vom 10.10.2012

 

 

 

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